Quartier Garten Michael

Der Quartier Garten Michael grünt für alle

Der Quartier Garten Michael ermöglicht Initiativen im Bereich Ökologie, Nachhaltigkeit und Urban-Gardening. Koordiniert wird der Garten durch eine engagierte Kerngruppe, in Zusammenarbeit mit der Quartierarbeit St. Michael. Mithilfe zahlreicher zusätzlicher Freiwilliger wurden hier bereits vielfältige Projekte realisiert: So entstand etwa ein Naschgarten, ein Standplatz für Honigbienen sowie Nisthilfen für Wildbienen und Fledermäuse. Mehrere Quartierbewohner:innen bepflanzen zudem ihre eigenen Gartenbeete und lernen dabei einiges über Biodiversität. Möchtest auch Du beim Gedeihen dieses Gartens mitwirken? Dann melde dich bei uns!
Alle helfen mit im Quartier Garten Michael.

Kerngruppe

Die Kerngruppe des Quartier Garten Michael koordiniert bereits seit 2019 die vielfältigen Projekte, die hier entstehen.

Saisonkurse «Gartenkind»

Der Saisonkurs «Gartenkind» findet wöchentlich (2 Stunden) statt und beginnt nach den Osterferien und dauert bis zu den Herbstferien.

Honigbienen

Auch die Honigbienen bewohnen den «Quartier Garten Michael». Imker Rolf Simmen bietet Schulklassen und anderen interessierten Gruppen Führungen an, bei denen die Bienen hinter einem Bienengehege beobachtet und viel Wissenswertes rund um die Bienen mitgenommen werden kann.

Naschgarten

Der Naschgarten wurde als erster Schritt im Quartier Garten Michael realisiert. Jung und Alt pflanzten ihn im Herbst 2019 mit grosser Begeisterung und viel Einsatz an und gaben dem Projekt der Quartierarbeit St. Michael so den Startschuss. 

Gartenbeete

Bewohner:innen aus dem Quartier haben im «Quartier Garten Michael» die Möglichkeit, ein eigenes kleines Gartenbeet zu bewirtschaften.

Bisherige Aktivitäten

Hier findet ihr Berichte zu bisherigen Aktivitäten.

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Kerngruppe

Die Kerngruppe des Quartier Garten Michael koordiniert bereits seit 2019 die vielfältigen Projekte, die hier entstehen.

Sie freut sich über Deine/Ihre Beteiligung und nimmt neue Ideen gerne entgegen!

Die Mitglieder der Kerngruppe verfügen über vielfältige fachliche Kompetenzen und geben diese mit Freude weiter.

Die Aktivitäten werden zudem unter Einbezug und Beratung durch die Luzerner Agentur «Umwelt», das Öko-Forum Luzern sowie des «Grünen Güggel» der Katholischen Kirche Stadt Luzern unternommen.

Bereits realisierte Projekte:

  • Naschgarten mit Beschilderung
  • Trockenmauer
  • Gartenbeete
  • Bienenstand mit zwei Bienenvölkern
  • Kräuterbeet
  • Saisonkurse «Gartenkind» (in Zusammenarbeit mit Bioterra)
  • Abschnitte für Blumenwiese
  • Nistkasten für Fledermäuse
  • Nistplätze für Wildbienen
  • Sandlinse für Wildbienen

Gartenkind

Der Saisonkurs «Gartenkind» findet wöchentlich (2 Stunden) statt und beginnt nach den Osterferien und dauert bis zu den Herbstferien. Die «Gartenkinder» erleben vor Ort, wie die Kreisläufe der Natur funktionieren und lernen die Zusammenhänge zwischen der Tier-, Pflanzenwelt und dem Menschen kennen. Sie lernen einen sorgsamen Umgang mit der Erde, die uns ernährt und trägt.

Durch das Pflegen des eigenen Gemüses erhalten sie einen Bezug zu gesunden und schmackhaften Lebensmitteln. Mit Stolz ernten die Gartenkinder jeweils ihre Kartoffeln, Beeren, Kräuter oder bunten Blumen.

Die Kursleiterin, Sibylle Wettstein, ist von Bioterra ausgebildet und freut sich, die Kinder für das Gärtnern und die ökologischen Zusammenhänge zu begeistern.

Melde dich bei Interesse und zur Anmeldung direkt bei Sibylle: sibylle@remove-this.wettstein1.com

Honigbienen im Quartier Garten Michael

Der Quartier Garten Michael beherbergt einen Standort für 2 Honigbienen-Völker. Diese faszinierenden Lebewesen erhalten durch das Bestäuben der Pflanzen die Kreisläufe der Natur und sorgen so für unsere Nahrung.

Nick Meier hat den Bienenstand 2020 aufgebaut und rund 5 Jahre lang betrieben.

Nun freuen wir uns sehr, mit Rolf Simmen, einen äusserst erfahrenen Imker, als Nachfolger gefunden zu haben.

Die neuen Bienenvölker von Rolf Simmen sind im März 2025 zugezogen. Hinter einem nach oben offenen Gitter können die Bienen jederzeit besucht und bei ihrer grossartigen «Arbeit» beobachtet werden.

Führungen

Kindergärten, Schulen, aber auch weitere interessierte Gruppen können eine Führung bei den Honigbienen buchen. So erhalten Sie direkten Einblick ins Bienenvolk und erfahren viel Spannendes aus dem Leben der Honigbienen.

Bei Interesse melden sie sich bei Rolf Simmen: honig@remove-this.bienensimmen.ch
Oder erfahren Sie mehr auf der Homepage des Imkers unter: www.bienensimmen.ch

Naschgarten

Der Naschgarten wurde als erster Schritt im Quartier Garten Michael realisiert. Jung und Alt pflanzten ihn im Herbst 2019 mit grosser Begeisterung und viel Einsatz an und gaben dem Projekt der Quartierarbeit St. Michael so den Startschuss.

Unterstützt wurden die Gartenbauerinnen und -bauer von der Luzerner Agentur «Umsicht» für Umwelt und Kommunikation, die das Konzept für den Naschgarten entwickelt und bei der Umsetzung mitgewirkt hat. Vor und am Pflanztag selber war Pius Inderbitzin von der Firma «Naturnahe Gärten» die gefragte Fachperson, damit die Pflanzen schliesslich fachgerecht in den Boden kamen.

Heute bringt der Naschgarten vielfältige Früchte und Beeren hervor. So zum Beispiel Himmbeeren, Brombeeren, Cassis und Johannisbeern, Stachelbeeren, aber auch Äpfel und Birnen, sowie verschiedene weniger bekannte essbare Früchte und Beeren.

Die gesetzten Sträucher sind alle mit einem Schild gekennzeichnet.

Du bist/Sie sind herzlich eingeladen durch den Garten zu streifen und sich von der Vielfalt begeistern zu lassen. Es gilt: Jede:r darf nehmen, und es soll für alle reichen.

Gartenbeete

Bewohner:innen aus dem Quartier haben im Quartier Garten Michael die Möglichkeit, ein eigenes kleines Gartenbeet zu bewirtschaften. Die Gartenbeete sind im Jahr 2020 im Rahmen des Trockenmauer-Baus entstanden. Insgesamt stehen 16 Beete zur Verfügung. 4 zusätzliche Beete werden zudem durch die Kinder der Saisonkurse «Gartenkind» genutzt.

Ein Beet kostet einen symbolischen Beitrag von 20 Franken pro Jahr.

Die Vergabe wird durch eine verantwortliche Person aus der Kerngruppe koordiniert. Es werden Wartelisten geführt.

Melde dich bei Interesse am besten bei der Quartierarbeit St. Michael (Kontakt siehe oben).

Bisherige Aktivitäten

Hier findet ihr Berichte zu bisherigen Aktivitäten:

Nisthilfen für Gartenrotschwanz und Hornissen

Vögel wie der Gartenrotschwanz sowie unverzichtbare Insekten, wie die Hornisse, finden ab sofort im Quartier Garten Michael wieder neue Beheimatungsmöglichkeiten.

Dank Raimund Erni und seiner Initiative erhielt der Quartier Garten rund um die Kirche St. Michael zwei neue Nisthilfen für den Gartenrotschwanz, zwei für weitere Vogelarten sowie eine für Hornissen.

Das Besondere: der Gartenrotschwanz braucht eine spezielle «Vogelhausform», die zusätzlich möglichst hoch oben an geschützten Orten – idealerweise Mauerwerken – angebracht werden sollten. Dazu eignet sich der Kirchturm der Kirche St. Michael mit seinen «Nischen» hervorragend!

Der Gartenrotschwanz ist einer unserer prächtigsten Singvögel und meist leicht zu beobachten. Seit den Sechzigerjahren hat er allerdings besonders im Flachland viel Terrain eingebüsst. Ähnlich geht es der Hornisse, ein leider weniger populäres, für den ökologischen Kreislauf jedoch ungemein wichtiges und unverzichtbares Insekt. Die Hornisse muss sich zudem seit diesem Jahr auch bei uns stark gegen ihre Verdrängung durch die Asiatische Hornisse behaupten. Umso mehr freut es uns, dass wir ihr eine zusätzliche Nisthilfe bieten können.

Raimund Erni hat alle Nisthilfen in freiwilliger Arbeit selber hergestellt und gemeinsam mit Guido Ludin installiert. Ganz herzlichen Dank für diesen grossartigen Einsatz im Namen der Pfarreien und unserer Mit-Lebewesen.

Gartenkinder bauen Hotels für Wildbienen

Wo wohnen? Das ist keine einfache Frage für die verschiedenen Arten von Wildbienen. Viele Gärten sind mit ihrem englischen Rasen und den zurechtgestutzten Büschen nicht gerade einladend für Wildbienen. Die Gartenkinder schaffen nun Wohnraum für sie.

Der Quartier Garten Michael möchte diesen wichtigen Lebewesen ein Quartier bieten – so heisst es ja schon im Namen. Denn sie sind wichtig für die Bestäubung vieler Pflanzen und ein Teil der Nahrungskette. Zudem sind sie wunderschön in ihrer Eigenart. Gemeinsam mit dem freiwillig engagierten Raimund Erni setzen sich die «Gartenkinder» für passende Behausungen der Wildbienen ein. Im bereits dreijährigen Angebot «Gartenkind» von Bioterra und dem Quartier Garten Michael lernen Kinder an 16 Nachmittagen die Geheimnisse vom Biologischen Gärtnern.  Die Kursleiterin Jeannine Felder bietet - unterstützt von Ursula Nicca – diesen praktischen Kurs mit grossem Einsatz an.

Dieses Jahr bauen sie mit den Kindern auch Hotels für Wildbienen. Das erfordert Einiges, denn jede Wildbienenart braucht eine andere Unterkunft: Es gibt Hohlraum-Bewohner, Markstängel-Bewohner, Morschholz-Bewohner, Steilwand-Bewohner und Erdnister. Mehr dazu finden Sie hier: wildBee.ch

Auf dem Bild hält jedes Gartenkind sein selber gebautes Wildbienenhotel stolz in den Händen. Im Vordergrund steht ein grösseres Wildbienenhotel bei dessen Bau die Gartenkinder auch tatkräftig mitgewirkt haben. Dies ist eines von dreien, welches auf einem abgesägten Baumstamm im Quartier Garten Michael aufgehängt wird. Gut zu sehen ist auch die Beobachtungsschublade, welche rausgezogen werden kann.

Besonders spannend ist es für die Kinder, den bereits eingezogenen Hotelgästen durch diese Schublade zuzuschauen. Dies gibt den beteiligten Kindern einen ganz neuen Blick auf die kleinen Lebewesen. Dieses Staunen und die Achtung vor den Kreisläufen der Natur tragen sie hoffentlich ein Leben lang in sich.

Trockenmauerkurs: Baustelle für die Vielfalt

An einem Samstag im Oktober 2020 besuchten fast 40 Teilnehmende den Trockenmauer-Kurs bei der Kirche St. Michael. Gestützt von neuen Trockenmauern entstehen dort zehn neue Pflanzbeete für die Menschen im Quartier.

Endlich war es so weit! Die von Corona im Frühling ausgebremsten Trockenmauer-Kurse konnten wirklich stattfinden. Weil sich so viele Interessierte gemeldet hatten, wurde das von «Luzern grünt» (Stadt Luzern) und dem Quartier Garten Michael (siehe Kasten) organisierte Angebot doppelt geführt. Am Morgen waren es 20 Teilnehmende, am Nachmittag weitere 17, die sich mit Elan an die körperlich herausfordernde Arbeit machten.

Gärtner Pius Inderbitzin von der Firma «Naturnahe Gärten» leitete diese Kurse und motivierte die Teilnehmenden mit seinem fachlichen Know-how und seinem grossen ökologischen Engagement. Pius ist zudem Teil der Kerngruppe vom Quartier Garten Michael.

Teilnehmerin Sophia fand den Kurs rundum gut: «Was ich super finde an diesem Kurs, ist, dass es eine ‹Win-win-Situation› ist. Wir lernen etwas für den eigenen Garten, machen etwas Gutes für die Natur und helfen mit, dass eine kostengünstige Trockenmauer für den Quartier Garten Michael entsteht.»

Michael (sein Name passt zum Ort) meinte begeistert: «In der Theorie wusste ich in etwa, wie man eine Trockenmauer bauen könnte, aber nun habe ich heute in der Praxis gelernt, wie man das wirklich anpackt. Wir werden zu Hause auch gleich loslegen mit dem Bau einer Trockenmauer!»

Die Kerngruppe vom Quartier Garten Michael und Nachbar*innen, die gerne ein Pflanzbeet pflegen wollen, hatten sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet. Denn die entstehenden Trockenmauern terrassieren einen Abhang bei der Kirche St. Michael und ermöglichen so, dass auf dem neuen Terrain rund zehn neue Pflanzbeete entstehen können. Zudem bieten Trockenmauern vielen seltenen Pflänzchen und Kleinlebewesen einen Lebensraum.